„ANT-gesteuerte Fahrzeuge lassen sich innerhalb von Tagen anstatt Wochen, installieren“. So heißt es auf dieser Website. Aber ist der Prozess der Installation von FTS, FMS und automatisierten Gabelstaplern mit ANT-Navigation nicht viel komplexer als das?
„Tage statt Wochen“ ist korrekt. Mit der richtigen Vorbereitung (siehe unten) kann die Installation Ihres „ANT driven“-Fahrzeugs beim Kunden in nur wenigen Tagen erfolgen.
In diesem Artikel erläutern wir die 5 wichtigsten Schritte bei der Installation eines mobilen Roboters, der von ANT-Konturnavigation (Natural Feature Navigation) gesteuert wird:
AGV/AMR-Kalibrierung
Erstellung der Standortkarte
Bereinigung der Standortkarte
Routenplanung
Aktionsplanung
Bevor wir ins Detail gehen, zunächst zur Vorbereitung:
Eine gründliche Vorbereitung ist entscheidend für den Erfolg jeder Installation. Basierend auf über 25 Jahren Erfahrung empfiehlt unser Team drei zentrale Maßnahmen:
Manuelle Prozesse lassen sich nicht immer unverändert automatisieren. Oft sind Anpassungen erforderlich. Analysieren, vereinfachen und standardisieren Sie die Abläufe vor dem Einsatz mobiler Robotik.
Die Simulation eines FTS-Projekts bietet erhebliche Vorteile.
Sie hilft, Probleme (z. B. Verkehrsengpässe) zu erkennen und die benötigte Fahrzeuganzahl zu bestimmen (Faustregel: 1,4 automatisierte Fahrzeuge ersetzen ein manuelles Fahrzeug).
Ein digitaler Zwilling kann mithilfe von CAD-Daten erstellt werden. Mit ANT lab und ANT server lassen sich virtuelle Fahrzeuge durch das Modell bewegen.
Es versteht sich von selbst, dass die Beschäftigten Ihres Kunden einen direkten Einfluss auf den Erfolg einer Installation haben. Ermutigen Sie daher Ihren Kunden, Folgendes zu tun:
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Sehen Sie sich die kurze Videoanleitung unten an oder scrollen Sie weiter, um eine ausführlichere Erklärung zu erhalten:
Wenn Ihr ANT-gesteuertes Fahrzeug beim Kunden eintrifft, besteht die erste Aufgabe Ihres Teams darin, sicherzustellen, dass das ANT-Navigationssystem die spezifischen Parameter Ihres Fahrzeugs richtig versteht.
Dieser Schritt ist wichtig, da die Komponenten eines Fahrzeugs – wie z. B. die LiDAR-Laserscanner, die von ANT für die Lokalisierung verwendet werden – während des Transports leicht verstellt werden können. Bei einem gut kalibrierten Fahrzeug sind spätere Probleme viel unwahrscheinlicher. Mangelhaft kalibrierte Fahrzeuge navigieren möglicherweise nicht genau (und der Grund dafür ist möglicherweise nicht sofort klar, was zu einer frustrierenden Fehlersuche führt).
Der Kalibrierungsprozess ist unkompliziert und umfasst zwei wichtige Schritte:
Der Prozess der Fahrzeugkalibrierung wird in einem unserer BlueBotics-Tutorialvideos ausführlich behandelt – nicht zu vergessen unsere technische Dokumentation, beides auf unserem speziellen Support-Portal verfügbar.
Um den Grundriss des Kundengeländes zu erstellen, auf der sich Ihr(e) Fahrzeug(e) bewegen werden, müssen Sie Ihr Fahrzeug zunächst manuell durch den Standort fahren. Im Falle eines automatisierten Gabelstaplers bedeutet dies, dass Sie dieses Hybridfahrzeug ganz normal manuell lenken. Im Falle eines FTS oder AMR (d. h. eines Fahrzeugs ohne Hybridmodus) wird dieser Roboter jedoch mit einem kabelgebundenen Joystick gesteuert. Dieser Joystick wird mit Ihrer ersten ANT-Hardware geliefert.
Während sich Ihr Fahrzeug durch den Standort bewegt, werden Daten von seinen LiDAR-Laserscannern aufgezeichnet – praktisch alles, was diese Komponenten während der Fahrt „sehen“. Diese Daten werden dann in Ihre ANT lab Konfigurationssoftware importiert und in einen vorläufige Standortkarte umgewandelt. In diesem Stadium enthält die Karte nicht nur die Wände und permanenten Merkmale Ihres Standorts (die für die Navigation verwendet werden), sondern auch andere temporäre oder „dynamische“ Objekte, die die Scanner „gesehen“ haben, wie z. B. Paletten, Personen, andere Fahrzeuge usw. Keine Sorge: wir werden diese überflüssigen Objekte gleich entfernen.
Anschließend wird die Karte in ANT lab „bereinigt“. Ziel ist es, nur relevante Elemente zu behalten. Temporäre Objekte werden entfernt, sodass nur feste Strukturen (z. B. Wände, Säulen, Maschinen) übrig bleiben.
Das Konzept, nur permanente Bezugspunkte zu verwenden, gewährleistet, dass sich Ihr Fahrzeug dauerhaft wie erwartet verhält. Solange es keine wesentlichen baulichen Änderungen am Gebäude oder an der Halle gibt, muss die von Ihnen erstellte Karte also nie geändert werden.
Jetzt, da Ihre Fahrzeuge einsatzbereit sind und Ihre Karte bereinigt ist, können Sie die virtuellen Strecken, auf denen sich Ihre Roboter fortbewegen sollen, mit unserer mitgelieferten ANT lab Software planen.
Dieser Prozess ist mit der grafischen Benutzeroberfläche von ANT lab sehr einfach. Zuerst erstellen wir „Knoten“, die wir dann mit „Verbindungen“ verbinden. Eine Verbindung selbst kann entweder als unidirektional (d. h. ein Fahrzeug kann diesen Streckenabschnitt nur in eine Richtung befahren) oder als bidirektional (beide Richtungen sind möglich) eingestellt werden. Einfach.
Eine Aktion ist eine einzelne Aufgabe, die so programmiert ist, dass sie am Ort eines Knotens ausgeführt wird. Aktionen können zum Beispiel verwendet werden, um:
Die Dauer dieses Schritts kann sehr unterschiedlich sein, je nachdem, wie das betreffende FTS/AMR eingesetzt werden soll. Ein Großteil dieser Arbeit kann jedoch in der Regel bereits vor der Auslieferung am Kundenstandort erledigt werden. Die Vorverlagerung dieser Arbeiten kann vor Ort mehrere Tage einsparen.
Wenn Sie eine Partnerschaft mit BlueBotics eingehen, wird ein erfahrener BlueBotics-Systemingenieur Sie zu Ihrer ersten Kundeninstallation begleiten, um den Erfolg Ihres Projekts sicherzustellen und Ihr Personal zu schulen. Und damit Ihr Team immer auf dem neuesten Stand der ANT-bezogenen Best-Practices und unserer neuesten Software-Updates ist, stellen wir auf unserem speziellen Support-Portal zahlreiche zusätzliche technische Dokumentationen, Video-Tutorials, Webinar-Aufzeichnungen und mehr zur Verfügung.
Machen Sie den nächsten Schritt auf Ihrem Weg zur Automatisierung. Entdecken Sie die ANT-Navigation oder nehmen Sie Kontakt mit unserem Team von Automatisierungsexperten auf.