8 Punkte, die Sie bei der Entwicklung von FTS oder AMR berücksichtigen sollten

Planen Sie die Entwicklung eines FTS oder AMR? Um Ihnen zu helfen, kostspielige Fehler zu vermeiden, finden Sie nachfolgend acht entscheidende Punkte, die Sie vor dem Start Ihres Projekts berücksichtigen sollten – basierend auf unseren 25 Jahren Automatisierungserfahrung bei BlueBotics.

1. Ein bestehendes manuelles Fahrzeug automatisieren oder ein automatisiertes Fahrzeugsystem von Grund auf neu entwickeln? 

Zunächst ist zu überlegen, ob man ein bestehendes manuell betriebenes Fahrzeug automatisieren oder ein neues automatisiertes Fahrzeug von Grund auf entwickeln will. Jeder Ansatz hat seine Vor- und Nachteile.

  • Das Hinzufügen von Automatisierungsfunktionen zu einem bestehenden Fahrzeug kann kosteneffizienter sein als die Entwicklung eines neuen Fahrzeugs von Grund auf – zumindest in der Prototyping-Phase. Wenn Sie jedoch in die Produktion einsteigen, könnte sich herausstellen, dass dies unnötige Kosten verursacht, da einige Teile – wie z B. das Lenkrad, wenn Sie ein nicht-hybrides Fahrzeug entwickeln – möglicherweise überflüssig sind.
  • Bei der Entwicklung eines neuen Fahrzeugs können Sie zusätzliche Funktionen (zusätzlich zur autonomen Navigation) hinzufügen, z. B. ein Förderband oder einen Roboterarm.

Bedenken Sie, dass sich nicht alle Geräte reibungslos automatisieren lassen. Einige manuell betriebene Fahrzeuge lassen sich möglicherweise nicht ohne Weiteres automatisieren. So müssen beispielsweise Antriebstechnik und Steuerungssysteme durch neue, leichter zu automatisierende Versionen ersetzt werden.  

Tipp: Definieren Sie, welche Funktionen Ihr automatisiertes Fahrzeugsystem benötigt und welche der vorhandenen Komponenten nicht automatisierungsfähig sind. So können Sie besser einschätzen, ob Sie die automatische Lenkung einfach hinzufügen können oder ob es besser wäre, bei Null anzufangen.  

Arbeiten an einem AGV-Roboter

Nicht alle Geräte lassen sich ohne weiteres automatisieren; einige Teile müssen möglicherweise ausgetauscht werden.

2. Welche Art von autonomer Navigationstechnologie?

Wenn es darum geht, dass Ihr Fahrzeug seine Position kennt und sich autonom am Standort des Kunden bewegt: welche Art von Navigationstechnologie werden Sie für Ihr neues Produkt wählen – physische Spurführung, Laserführung, Konturnavigation oder eine andere Art der Führung? Jede der verschiedenen Technologien hat ihre Vor- und Nachteile, wobei die Konturnavigation die flexibelste und robusteste Option ist.

Erfahren Sie mehr über autonome Navigationstechnologien

Sie sollten auch die Konnektivität berücksichtigen. Die Strecken und Aktionen eines Fahrzeugs (z. B. Gabelstapler) können vorprogrammiert und an Bord des Fahrzeugs gespeichert werden (was wir bei BlueBotics als „integrierte Fahrauftragsteuerung“ bezeichnen). Wenn Ihr Fahrzeug jedoch Teil einer größeren Flotte ist, benötigt es Zugang zu drahtloser Kommunikation, um mit der Server-Software für das Flottenmanagement und der Infrastruktur, wie z. B. automatischen Türen und Aufzügen, zu kommunizieren. Die erforderliche Stärke des Signals hängt von der Art der Navigationstechnologie ab.

Fahrzeuge, die mit der ANT-Technologie gesteuert werden, benötigen beispielsweise keinen ständigen WLAN-Zugriff, wenn sie ihre individuellen Aufgaben erfüllen – eine Verbindung mit geringer Bandbreite ist nur für die Interaktion mit der Infrastruktur oder mit anderen Fahrzeugen in einer Flotte erforderlich.

Tipp: Informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Navigationstechnologien, um die für Ihr Fahrzeug am besten geeignete Technologie zu finden.

3. Sicherheit in den Fokus stellen

Der geschäftliche Nutzen davon, Sicherheit an erste Stelle zu setzen, ist klar: Sichere Kunden sind wiederkehrende Kunden.
Oder betrachten Sie das Gegenteil: Wenn eines Ihrer Produkte in einen schweren Unfall verwickelt ist, wie wahrscheinlich ist es, dass dieser Kunde erneut bei Ihnen kauft oder Ihr Unternehmen weiterempfiehlt? Eher unwahrscheinlich.

Stellen Sie bei der Entwicklung Ihres FTS/AMR zunächst sicher, dass Sie die Vorschriften und Normen Ihrer Region oder Branche kennen und verstehen. Wenn Sie international denken, erweitern Sie diese Analyse auf alle Ihre Zielmärkte (z. B. unterscheiden sich EU- und US‑Vorschriften deutlich).

Wenn Sie sicherstellen, dass Ihr FTS weltweit rechtlich eingesetzt werden kann – etwa durch die Integration geeigneter LiDAR‑Scanner, Not-Aus-Taster, Stoßfänger usw. –, führt dies insgesamt zu einem sichereren Fahrzeug, und auch Ihr Vertriebsteam wird es Ihnen danken.

AGV-safety-lasers
Am wichtigsten ist jedoch das Verständnis, dass ein Navigationssystem kein Sicherheitssystem ist und auch keine Sicherheitszertifizierung besitzt. Ihr Fahrzeug hingegen muss diese Anforderungen erfüllen.

Lesen Sie diesen Safety-Blogbeitrag, um mehr zu erfahren.

4. Ist Ihr Team zur Automatisierung bereit?

Verfügt Ihr Team über alle Kompetenzen – mechanisch, elektronisch und technisch – die für die Entwicklung eines automatisierten Fahrzeugsystems erforderlich sind? Wenn nicht, müssen Sie möglicherweise mit einem externen Partner zusammenarbeiten oder zusätzliches Personal einstellen.

Wissenslücken in Ihrem Team können zu kostspieligen Fehlern führen (wie z. B. die Installation einer Komponente, die nicht automatisiert werden kann) oder zu langen Verzögerungen (während Ihr Team versucht, sich weiterzubilden).

Es lohnt daher, sich die Zeit zu nehmen, um genau herauszufinden, welche Kenntnisse für die Entwicklung eines FTS erforderlich sind, und gleichzeitig ehrlich zu bewerten, wozu Ihr Team in der Lage ist.

Ein BlueBotics-Techniker hilft einem Kunden.

Verfügt Ihr Team über die erforderlichen Fähigkeiten, um ein Fahrzeug zu automatisieren?

Selbst wenn Sie alle erforderlichen Kenntnisse im Haus haben, sollten Sie ein größeres Team zusammenstellen. Denn wenn Sie nur einen einzigen Ansprechpartner für Ihr FTS-Projekt haben, könnte es zum Stillstand kommen, wenn dieses Teammitglied ausfällt. Und auch wenn Ihr Team über alle Fähigkeiten verfügt, um die komplexen mechatronischen Aufgaben zu bewältigen, heißt das nicht, dass es auch die Zeit dazu hat. Möglicherweise müssen Sie andere Projekte auf Eis legen, um Ihr Portfolio mit automatisierten Fahrzeugen zu erweitern.

Und schließlich sollten Sie bedenken, dass Sie nach dem Verkauf technisches Personal benötigen, das die Kunden besucht, um Ihre FTS in Betrieb zu nehmen. Wenn die Mitarbeiter, die Sie dazu entsenden, dieselben sind, die sie entwickelt haben, wird dies natürlich jedes neue Entwicklungsprojekt verlangsamen. Es kann daher effizienter sein, ein separates Team aufzubauen, das sich um Installationen und künftige Aktualisierungen von Kundenprojekten kümmert.

Tipp: Erstellen Sie eine Liste der Kompetenzen, die Sie für Ihr Projekt benötigen, und vergleichen Sie diese Liste dann mit Ihrem vorhandenen Team. Verfügt Ihr Team über die erforderlichen Fähigkeiten oder können die vorhandenen Teammitglieder weiterqualifiziert werden? Vergessen Sie nicht den Support nach dem Verkauf. 

5. Effizient aufladen

Bei der Suche nach einem geeigneten Batteriesystem sollten Sie nicht nur die Lebensdauer der Batterie und die Ladezeiten berücksichtigen, sondern auch das Ladesystem selbst. Bevorzugen Sie ein automatisches Ladesystem, in das Ihr FTS einfahren kann, um sich selbst aufzuladen (komplexer, aber auch nachts bereit), oder ein System, das manuell von einem Teammitglied angeschlossen werden muss? Letzteres wäre weniger kompliziert zu planen, aber komplexer für Ihre Kunden und kann nicht rund um die Uhr arbeiten.

Tipp: Informieren Sie sich über die verschiedenen Arten von Stromversorgungssystemen – vielleicht ist die Verfügbarkeit von Ersatzteilen ausschlaggebend für Ihre Entscheidung.

6 Kennen Sie Ihre Zielbranchen

Die Entwicklung eines generischen mobilen Roboters, der lediglich grundlegende Funktionen erfüllt, ist selten ausreichend. Stattdessen sind diejenigen Unternehmen erfolgreicher, die ein Fahrzeug mit Blick auf eine begrenzte Anzahl spezifischer Branchen und Anwendungsfälle entwickeln.

DUKA AMR precise docking

Wenn Sie beispielsweise planen, Ihr FTS in der Automobilindustrie zu verkaufen, muss der Preis äußerst wettbewerbsfähig sein, die Anforderungen Ihrer Kunden werden hoch und kontinuierlich sein, allerdings muss Ihr Fahrzeug wahrscheinlich keine besonders agile omnidirektionale Bewegung bieten.

Wenn Sie sich hingegen auf Kunden aus der Lebensmittel-, Getränke- oder Pharmaindustrie konzentrieren, sind die Budgets möglicherweise flexibler, dafür stehen Hygiene- und Kontaminationsanforderungen im Vordergrund. Darüber hinaus kann es erforderlich sein, extreme Arbeitstemperaturen zu unterstützen oder Reinraumzertifizierungen zu erfüllen.

Tipp: Bei BlueBotics haben wir beobachtet, dass ein lokaler Fokus Herstellern, die neu im Markt sind, Vorteile verschafft. Die Konzentration auf ein Segment mit solidem kommerziellen Potenzial sowie auf Kunden in räumlicher Nähe kann es erleichtern, die ersten – oft entscheidenden – Referenzprojekte zu gewinnen (da Sie in den Augen Ihrer Kunden „direkt vor Ort“ sind, falls etwas schiefgeht).

7. Berücksichtigen Sie die Softwareintegration

Ihre automatisierten Fahrzeuge werden sehr wahrscheinlich einen Flottenmanager benötigen, um die Auftragsvergabe zu steuern und den Verkehr zu koordinieren. Auch wenn nicht alle Flottensteuerungssysteme gleich sind, bieten die meisten Anbieter autonomer Navigationstechnologien eine entsprechende Softwarelösung an.

Sie müssen jedoch darüber hinaus überlegen, wie diese Software mit den bestehenden WMS-, ERP- oder MES-Systemen Ihrer Kunden interagiert. Insbesondere: Wie stellen Sie die Logik bereit, mit der Aufgaben auf WMS‑Ebene in Missionen für den Flottenmanager übersetzt werden?

  • Verfügen Sie intern über die Softwareentwicklungskapazitäten, um diese Schnittstelle selbst zu entwickeln?

  • Werden Sie einen externen Softwarepartner damit beauftragen?

  • Werden Sie stattdessen eine bestehende Middleware-Lösung einsetzen?

  • Oder erwarten Sie von Ihren Kunden, dass sie diese Integration selbst übernehmen?

Im Fall von BlueBotics verfügt unser Flottenmanager ANT server beispielsweise über eine REST-API sowie eine stetig wachsende Anzahl integrierter, middlewareähnlicher Funktionen, um Sie bei dieser Herausforderung zu unterstützen.

8. Wählen Sie den richtigen Automatisierungspartner

Es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die Wahl Ihres Automatisierungspartners den Unterschied zwischen einem erfolgreichen Fahrzeugautomatisierungsprojekt und einem teuren, zeitraubenden Experiment ausmachen kann.

Prüfen Sie bei der Recherche nach Anbietern zunächst, wie lange sie bereits im Geschäft sind, damit Sie sicher sein können, dass Sie nicht ihr allererster Kunde sind. Vergewissern Sie sich, dass der Anbieter mit Fahrzeugen und Anwendungen gearbeitet hat, die Ihren ähnlich sind, und dass er idealerweise über Mitarbeiter in Ihrer Nähe verfügt, um Sie einfacher unterstützen zu können (oder alternativ über Mitarbeiter, die Sie bei Bedarf gerne besuchen). Wie sieht es mit bestehenden Kunden aus: Können Sie mit einem von ihnen direkt sprechen?

Die Navigations- und Flottenmanagement-Technologie ANT von BlueBotics steuert heute weltweit mehr als 7.000 FTS und AMR und basiert auf über 25 Jahren Automatisierungserfahrung von BlueBotics. Klicken Sie hier, um die mehr als 170 „ANT driven“-Fahrzeugmodelle zu entdecken, die heute auf dem Markt verfügbar sind.

Tipp: Erstellen Sie eine Liste potenzieller Automatisierungspartner und prüfen Sie sorgfältig deren Referenzen.

Dies sind nur einige der mehr als 7.000 Fahrzeuge, die von ANT Navigation gesteuert werden.

Sind Sie bereit, loszulegen?

Wenn Sie bereit sind, den nächsten Schritt auf Ihrer Automatisierungsreise zu machen, erkunden Sie die ANT-Technologie, oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf, um zu besprechen, wie wir Sie dabei unterstützen können, Ihr Fahrzeugportfolio zu automatisieren.

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