Können „ANT driven“-Fahrzeuge im Außenbereich arbeiten?
Navigationssysteme für FTS und AMR sind in der Regel dafür ausgelegt, innerhalb von Produktionshallen, Montagehallen und Lagern zu arbeiten. Dabei bestimmen die Fahrzeuge ihre Position durch Referenzierung der internen Umgebung, bewegen sich auf glatten, ebenen Böden und sind niemals den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Doch nicht alle Transportprozesse finden im Innenbereich statt. In diesem Beitrag betrachten wir diese Anwendungsfälle im Detail und zeigen, wie die ANT-Navigation sie ermöglichen kann.
Heute existiert eine Vielzahl von Transportprozessen im Außenbereich. Die meisten werden derzeit von großen, manuell gesteuerten Gabelstaplern durchgeführt. Angesichts der Herausforderungen bei Rekrutierung und Mitarbeiterbindung – die in vielen Märkten die Kosten für Staplerfahrer erhöhen – sowie der Sicherheits- und Schadensrisiken manuell betriebener Fahrzeuge, wird jedoch zunehmend nach FTS und AMR für den Außeneinsatz gefragt.
Grundsätzlich lassen sich beim Einsatz von FTS im Außenbereich zwei zentrale Anwendungsfälle unterscheiden:
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Transport von Lasten zwischen Gebäuden: häufig erforderlich, beispielsweise in der Stahl- und Aluminiumproduktion sowie in der Automobilindustrie.
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Transport von Lasten zwischen Logistik- und Produktionsstandorten: typisch in Branchen wie der Reifenproduktion, in denen Logistik- und Produktionsbereiche oft in separaten, nicht miteinander verbundenen Gebäuden untergebracht sind.
Allein diese beiden Anwendungsfälle decken zahlreiche Branchen ab.
Die Herausforderung der Navigation im Außenbereich
Der Einsatz von FTS im Außenbereich stellte traditionell eine große Herausforderung dar.
Für Fahrzeuge mit natürlicher Merkmalsnavigation erschwerte das Fehlen geeigneter Merkmale die genaue Positionsbestimmung. Dies führte dazu, dass zusätzliche Infrastruktur installiert werden musste, beispielsweise am Boden montierte Reflektorpfosten. Dies erhöhte Zeitaufwand, Kosten und Komplexität erheblich.
Bei älteren, klassischen Outdoor-FTS (z. B. in Seehäfen) war die Installation GPS-basierter Systeme ebenfalls komplex und mit einer klaren Einschränkung verbunden: Diese Fahrzeuge konnten nicht im Innenbereich eingesetzt werden, da dort kein GPS-Signal verfügbar ist.
Das bedeutete, dass für den effizienten Transport von Gütern zwischen unterschiedlichen Innenumgebungen drei verschiedene Systeme erforderlich waren:
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Ein Indoor-FTS, um die Ladung bis zur Tür zu transportieren.
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Ein Outdoor-System (häufig ein manuelles Fahrzeug), um die Last aufzunehmen und zu transportieren.
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Ein weiteres Indoor-FTS, um die Last wieder aufzunehmen und weiterzuverteilen.
Dieser Ansatz war offensichtlich teuer und ineffizient.

Kann ANT Navigation Fahrzeuge in beiden Umgebungen betreiben?
Innenraumsysteme – ob mit natürlicher Navigation oder Lasertriangulation – haben Schwierigkeiten, im Außenbereich zu navigieren, da Referenzpunkte fehlen, die zur Positionsbestimmung benötigt werden.
Und rein outdoorbasierte Systeme – typischerweise auf GPS oder GNSS basierend – können im Innenbereich nicht funktionieren, da dort kein entsprechendes Signal verfügbar ist.
Bei BlueBotics haben wir dieses Problem gelöst, indem wir beide Technologien in einer gemeinsamen ANT Navigationsarchitektur kombiniert haben. Durch Sensordatenfusion werden die Daten beider Positionssysteme zusammengeführt, wobei jeweils die geeignetste Datenquelle verwendet wird.
Dadurch kann ein automatisiertes Fahrzeug im Innen- und Außenbereich arbeiten und nahtlos zwischen beiden Umgebungen wechseln.
Ja, „ANT driven“-Fahrzeuge können effektiv im Außenbereich eingesetzt werden. Wir nennen diese Lösung ANT everywhere.
Wie funktioniert „ANT everywhere“?
ANT everywhere begegnet den Herausforderungen des Außeneinsatzes, indem hochpräzises GNSS als zusätzliche Datenquelle zur Positionsbestimmung genutzt wird.
Dieses Video erklärt, wie es funktioniert (Untertitel verfügbar – klicken Sie auf „Play“ und anschließend auf das CC‑Symbol):
Ist ANT everywhere ein separates Navigationssystem?
Nein, ANT everywhere ist eine Erweiterung unserer bestehenden ANT Navigationssysteme. Voraussetzung ist, dass das Fahrzeug bereits über ein integriertes ANT Navigationssystem verfügt, bevor ANT everywhere hinzugefügt werden kann.
Kundenfeedback
Mehrere BlueBotics Kunden haben ANT everywhere bereits erfolgreich eingesetzt. Hier sind zwei ihrer Aussagen:
„Die ANT everywhere Lösung von BlueBotics, die eine präzise Navigation im Außenbereich ermöglicht, bietet uns etwas, das wir mit unseren bisherigen Systemen nicht erreichen konnten, und hat neue Möglichkeiten für Outdoor-AGV-Anwendungen eröffnet.“ — Joseph Cotterill, Automation and Technology Installation Manager, MasterMover
„Mit ANT everywhere können unsere Fahrzeuge nun sowohl im Innenbereich mit natürlicher Navigation als auch im Außenbereich durch die Ergänzung von GNSS navigieren. Der Wechsel von einem System zum anderen erfolgt völlig automatisch – man bemerkt ihn gar nicht. Und der Support von BlueBotics ist hervorragend. Wir haben ein ANT everywhere FTS am Flughafen Barcelona installiert, und Kunden aus vielen anderen Branchen zeigen ebenfalls Interesse – man denke nur daran, wie viele Organisationen Prozesse haben, die in und aus Lagern herausführen!“
— Jaume Graells, General Manager, MOVVO Robotics.
Weitere Informationen
Wenn Sie mehr über ANT everywhere erfahren möchten, lesen Sie unsere Broschüre oder nehmen Sie Kontakt mit unserem Expertenteam auf, um zu besprechen, wie ANT everywhere Ihr Fahrzeug auch im Außenbereich einsetzen kann.
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